Rockstar entlässt 34 Mitarbeiter inmitten von Union-Busting-Vorwürfen
Rockstar hat 34 Mitarbeiter in seinen britischen und kanadischen Studios entlassen und begründet dies mit grobem Fehlverhalten im Zusammenhang mit einem Discord-Server. Die Gewerkschaft IWGB, die alle 31 entlassenen britischen Mitarbeiter vertrat, spricht von Union-Busting. Beide Darstellungen sind zugeschrieben; nichts hier ist eine festgestellte Tatsache.
Redaktioneller Hinweis
Dieser Artikel behandelt einen laufenden Arbeitskonflikt. Die Darstellungen von Rockstar Games und der Independent Workers' Union of Great Britain (IWGB) widersprechen sich direkt, und beide werden unten zugeschrieben. Nichts in diesem Artikel behauptet, dass eine der Parteien unrechtmäßig gehandelt hat - zum Zeitpunkt des Verfassens hat kein Schiedsgericht in der Sache entschieden. Alle Angaben sind gemeldet von der Presse und den Parteien selbst, keine bestätigten Feststellungen.
Was geschah
Am 30./31. Oktober 2025 entließ Rockstar Games 34 Mitarbeiter - 31 im Vereinigten Königreich und 3 in Kanada, laut Berichterstattung, die über PC Gamer, The Register, Novara Media und weitere Medien abgeglichen wurde. Die britischen Entlassungen betrafen Mitarbeiter der Studios in Edinburgh, Dundee und Lincoln sowie Mitarbeiter aus London und Leeds.
Eine zentrale, unstrittige Tatsache ist, dass alle 31 entlassenen britischen Mitarbeiter Mitglieder der IWGB waren. Die Parteien sind sich uneinig, was das bedeutet: Rockstar behandelt es als Zufall im Zusammenhang mit dem angeblichen Fehlverhalten, während die Gewerkschaft es als den entscheidenden Punkt betrachtet.
Rockstars Position
Rockstars genannter Grund ist grobes Fehlverhalten. In der Darstellung des Studios haben die betroffenen Mitarbeiter "discussing confidential information in a public forum" - beschrieben als ein Discord-Server -, und die Entlassungen resultierten daraus, dass "employees leaking confidential information in a Discord channel."
Rockstar hat stets betont, dass es dabei um Vertraulichkeit gehe, nicht um Gewerkschaftstätigkeit, und verweist zudem auf Mitarbeiterbindungswerte, die das Unternehmen als über dem Branchenstandard liegend beschreibt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels hat das Studio keine detaillierte öffentliche Darstellung dazu veröffentlicht, welche konkreten Informationen angeblich durchgesickert seien.
Die Darstellung der Gewerkschaft
Die IWGB weist die Darstellung des Fehlverhaltens zurück. Nach Darstellung der Gewerkschaft war der Discord-Server privat - beschränkt auf Gewerkschaftsmitglieder und Organisatoren -, und sein Inhalt bestand aus Diskussionen über Arbeitsbedingungen, Lohntransparenz, Crunch-Zeiten und interne Änderungen der Arbeitsplatzregeln, nicht über Geheimnisse zu GTA VI. Auf dieser Grundlage bezeichnet die IWGB die Entlassungen als Union-Busting, gerichtet gegen Organisatoren im Vorfeld des Spiel-Launches.
Die Gewerkschaft hat signalisiert, die Angelegenheit über das britische Arbeitsgerichtssystem weiterverfolgen zu wollen. Jede Eskalation, einschließlich Anhörungen und deren Ausgang, wird gesondert behandelt, sobald sie sich entwickelt.
Warum das wichtig ist
Über die betroffenen Personen hinaus ist der Streit eine der prominentesten Arbeitskonflikt-Geschichten der Gaming-Branche seit Jahren, die wenige Wochen vor Rockstars wichtigstem Release ans Licht kommt. Sie überschneidet sich mit der breiteren Debatte um Crunch und gewerkschaftliche Organisation bei großen Studios.
Sie liegt außerdem zeitlich nah an Rockstars zweiter Verschiebung von GTA VI, angekündigt Anfang November. Rockstar hat die beiden Ereignisse nicht verknüpft, und dieses Wiki stellt die Entlassungen nicht als Ursache der Verschiebung dar - die zeitliche Nähe wird vermerkt, die Kausalität nicht behauptet.
Sources
- Rockstar Fired Thirty-Four People and Made the Union Stronger - Production Alchemist
- Rockstar faces legal setback as UK tribunal allows fired workers to bring every allegation to trial - PC Gamer
- GTA 6 Developer Rockstar Faces Trial Over Union-Busting Allegations - Novara Media
- Rockstar Games faces full hearing over alleged union busting - The Register