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JUN 19, 2026Industry

Schiedsgericht lässt Rockstar-Gewerkschaftsfall zur vollen Verhandlung zu

Ein Arbeitsgericht in Glasgow wies Rockstars Antrag zurück, die Klagen von 34 entlassenen Mitarbeitern abzuweisen, und ließ Vorwürfe wegen ungerechtfertigter Kündigung, Benachteiligung und Blacklisting für eine volle Verhandlung von September bis Oktober 2026 zu.

Über diesen Artikel

*Dieser Artikel behandelt einen laufenden Rechtsstreit. Aussagen sowohl von Rockstar Games als auch der Independent Workers' Union of Great Britain (IWGB) werden ihren Quellen zugeschrieben. Nichts hier behauptet ein Fehlverhalten, das ein Schiedsgericht noch nicht festgestellt hat. Die folgende Berichterstattung ist der Stufe gemeldet zuzuordnen - entnommen aus Presseberichten über das Verfahren, nicht aus offiziellen Kanälen von Rockstar oder Take-Two.*

Die Entscheidung

Am 19. Juni 2026 wies ein Arbeitsgericht in Glasgow Rockstars Versuch zurück, die Blacklisting-Klagen abzuweisen, die von entlassenen Mitarbeitern eingereicht wurden, und ließ die Vorwürfe der IWGB für eine volle öffentliche Verhandlung zu. Laut Berichterstattung von The Register, Novara Media und PC Gamer stellte das Gericht fest, dass ernsthafte Sachfragen dazu bestehen bleiben, wie die Mitarbeiter identifiziert, gelistet und entlassen wurden - Fragen, die seiner Ansicht nach in einer Verhandlung geprüft werden sollten, statt vorab abgewiesen zu werden.

Die volle Verhandlung ist für den 10. September bis 15. Oktober 2026 angesetzt, ein Zeitfenster, das rund fünf Wochen vor dem Launch am 19. November des Spiels endet.

Die zur Verhandlung zugelassenen Klagen

Drei Klagegruppen wurden zugelassen: ungerechtfertigte Kündigung, gewerkschaftliche Benachteiligung und Blacklisting - Letzteres nach britischem Recht definiert als das unrechtmäßige Zusammenstellen einer diskriminierenden Liste von Gewerkschaftsaktivisten. Alle drei gehen nun in eine materielle Anhörung.

Der Fall geht auf die Entlassung von 34 Mitarbeitern am 30./31. Oktober 2025 zurück - 31 im Vereinigten Königreich (über die Studios Edinburgh, Dundee und Lincoln verteilt, mit Mitarbeitern aus London und Leeds unter den Gewerkschaftsmitgliedern) und 3 in Kanada. Laut mehreren Medien waren alle 31 entlassenen britischen Mitarbeiter IWGB-Mitglieder. Diese Zahlen wurden über mehrere Quellen hinweg abgeglichen.

Was jede Seite sagt

Rockstars Position, seit den Entlassungen durchgängig vertreten, lautet, dass die Kündigungen darauf folgten, dass Mitarbeiter "discussing confidential information in a public forum" - beschrieben als ein Discord-Server -, was das Unternehmen als grobes Fehlverhalten wegen des Durchsickerns vertraulicher Informationen einstufte.

Die Gegendarstellung der IWGB lautet, der Discord-Server sei privat gewesen, beschränkt auf Gewerkschaftsmitglieder und Organisatoren, und habe Diskussionen über Arbeitsbedingungen, Lohntransparenz und Crunch enthalten - keine Spielgeheimnisse -, und die Entlassungen seien Union-Busting gewesen. Nach der Entscheidung wurde eine entlassene Mitarbeiterin, Ellie Dunstan, mit den Worten zitiert: "After months of fighting to have our voices heard, this is a moment to celebrate." Rockstar hat den Streit nicht mit dem Entwicklungszeitplan des Spiels in Verbindung gebracht, und es liegt bislang keine Feststellung des Schiedsgerichts zur Sache selbst vor.

Warum das für das Launch-Fenster wichtig ist

Da die Verhandlung bis Oktober 2026 läuft, dürfte der Streit über die gesamte finale Vorlaunch-Phase in den Schlagzeilen bleiben und sich mit der Vorbestellungsphase und dem Marketing-Hochlauf überschneiden. Der Konflikt verläuft parallel zu einem separaten Vorstoß der Belegschaft zur formellen Organisation - siehe die Berichterstattung zum Start der Rockstar Game Workers Union. Die beiden Handlungsstränge sind verwandt, aber getrennt: der eine ist das Verfahren zu den Entlassungen von 2025, der andere ein Antrag auf künftige Gewerkschaftsanerkennung.